Archive für 12.4.2008

PATRICK: Gegen den Wind

Das Wetter war gestern wirklich sehr bescheiden, aber da bei mir sowieso nix anderes als Schwimmen geplant war, konnte mich das nicht wirklich schocken. Gestern also harte 3000m im Pool verbracht und heute stand dann bei etwas besseren Wetterprognosen eine Radausfahrt an. Der größte Gegener an diesem Tag war aber eindeutig der Wind, der es dann auch in der Ebene nicht mehr zuließ, dass ich meinen Tacho über 30 km/h jagen konnte. Nun gut, Spass ist was anderes, aber es wurden dann doch noch 110 Km, knappe 1000 Höhenmeter und und ein Schnitt von 28,6.

VOLKER: Scheiß Wetter? Nö! ;-)

Ich bin gestern mit dem Bus nach Kolbermoor gefahren um mir meine Füße begutachten und neue Einlagen verpassen zu lassen. Als ich rein kam hingen überall nur Bilder mit persönlichen Widmungen von Spitzensportlern, die dort in Behandlung sind (u.a. Uschi Disl). Und der Schuhmacher hat auch wirklich was drauf. Wir haben uns ziemlich ausführlich unterhalten und er nahm sich wirklich Zeit für meine Probleme. Und wie sich herausstellte ist Mario dort auch Patient. Zufälle gibt es manchmal. Nachdem Abdrücke gemacht wurden und ich ohne und mit Schuhen jeweils vorwärts und rückwärts auf dem Laufband gefilmt wurde, werde ich nun 2 Paar neue Einlagen bekommen, da die alten komplett durch sind. Darüber hinaus habe ich noch andere wissenswerte Dinge über Füße im allgemeinen und meine Füße im speziellen bekommen. Echt Spitze die Leute dort.

Und da ich schonmal in den Bergen war, habe ich den Abend dann auch noch genutzt, mein Rad ein wenig in den Alpen zu bewegen. Ich hatte zwar nur knapp 2 Stunden Zeit, weil es dann dunkel wurde, aber das reichte ja aus. Bin dann in Richtung Berge gerollt und nach 10km passierte ich eine Mautstation. Als Radler hatte ich aber freie Fahrt und musste nichts zahlen. Der “Abkassierer” meinte zwar, dass er mit dem Rad nicht dort lang fahren würde, da ein längeres Stück mit 18% Steigung wartete. Aber genau sowas suchte ich ja. Nur, es war wirklich härter, als alles, was ich zuvor gefahren bin. Viernheim? Kindergeburtstag! Sa Calobra? Lachhaft! Mir brannten die Oberschenkel und ich fuhr in Schlangenlinien hoch. Und das, obwohl ich doch am Berg nicht soooo schlecht bin. Von der Mautstation bis zu meinem Wendepunkt fuhr ich “nur” 13km, allerdings war der Startpunkt bei 400m über Null und der Wendepunkt bei 1.100m über Null. Das sagt alles, oder? Runter lief es dann wie von selbst. Am Ende standen 61km mit einem 29er-Schnitt auf dem Tacho. Nachdem ich das Rad wieder eingeladen habe, ergoss sich der Himmel über mir und ich konnte teilweise nur 60km/h auf der Autobahn fahren, weil ich nichts sehen konnte. Aber egal, hauptsache ich konnte meine Radausfahrt im Trockenen absolvieren. Ich bin dann direkt ins Fitness-Studio gefahren um noch 2km zu schwimmen und dann ab nach Hause, was essen und dann ins Bett.

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